Spielanleitung für Killi

Sportsoziologische Institut von Nälkälänmäki – Publikation 1./2000
Autoren: Veteranen von Mantsu

Einleitung:

Killi ist ein beliebter Zeitvertrieb unter den finnischen jugendlichen, wenn kein ordentliches Eishockeyspiel zustande kommen kann. Trotz seiner spielerischer Natur hilft Killi mit den unterschiedlichen Varianten, die im Eishockey benötigten Fähigkeiten aufzubauen. Für Killi benötigt man einen Eishockeyschlschläger und einen Puck; es kann mit oder ohne Schlittschuhen gespielt werden. Als Grundsatz für alle während des Spiels auftretenden Fragestellungen/Meinungsunterschiede gilt Einigung der Spieler; durch Spielen lernst Du diese Anleitung auszulegen!

Bandenkilli 1 (Standardversion)

Als Spielfeld wird ein eingegrenztes Gebiet des Eishockeyfeldes gewählt: Breite eines Bandenelementes, das Gebiet zwischen den blauen Linien, zwischen der blauen und der roten Linie oder der blauen Linie und und der Torlinie. Ein besonders geeignetes Spielfeld ist das erste Bandenelement hinter den blauen Linien, da das Spiel sofort nach dem Eingang durch die Luke begonnen werden kann!

Zum Anfang wird vereinbart, welcher Spieler beginnt und wieviele Punkte zum Gewinn des Spiels benötigt werden. Danach schlägt der erste Spieler seinen Puck über Bande in das Spielfeld. Der Gegner schlägt auch seinen Puck gegen die Bande und versucht dabei den gegnerischen Puck zu treffen („Killaus“). Für den Treffer erhält der Spieler einen Punkt. Der Gegner erhält immer einen Punkt, wenn der Spieler seinen Puck aus dem vereinbarten Spielfeld schlägt oder wenn sein Puck den gegnerischen Puck schon vor der Bande trifft.

Bandenkilli 2 (erhöhter Schwierigkeitsgrad)

Diese Spielversion basiert auf dem gleichen Grundprinzip, unterscheidet sich jedoch von der Standardversion dadurch, dass die Spieler mit jedem Schlag versuchen, den gegnerischen Puck so zu treffen, dass er in eine ungünstigere Position zur Bande kommt. Das Spiel verliert derjenige, der nicht mehr mit dem „Killaus“-Versuch das Spielfeld trifft. Je kleiner der Schiesswinkel wird, desto schwieriger wird es, durch das Spielfeld so zu schiessen, dass man wieder beim nächsten Schiessen die Bande und den gegnerischen Puck trifft.

Bandenkilli

Torkilli

Auch diese Spielvariante basiert auf dem gleichen Grundprinzip wie Bandenkilli 1, jedoch dient diesmal das Tor als Bande. Das Tor darf von allen Richtungen aus angespielt werden, d.h. man darf es um 360 Grad umrunden; der Puck darf auch nach dem Schlag im Tornetz bleiben. Das beste Spielobjekt ist ein Stahlnetztor, da man dadurch den Federungseffekt ausnutzen kann. Die Punkte werden wie im Bandenkilli gezählt.

Punktekilli

Auch für diese Spielvariante dient das Tor als Spielfeld, es kann gleichzeitig von mehreren Spielern gespielt werden. Zum Anfang wird eine Linie (z.B. der Kreis) definiert, hinter der geschlagen wird. In dieser Variante wird nicht versucht, den gegnerischen Puck zu treffen („Killaus“), sondern die Torpfosten, die untere Eisenkante und das Netz. Die verschiedenen Teile des Tores dürfen in x-beliebigen Reihenfolge getroffen werden, wenn nichts anderes vereinbart wird. Die Spieler dürfen entscheiden, wieviele Punkte jeder Treffer gibt, die folgende Auflistung dient als Anregung: Tornetz und untere Eisenkante (1 Punkt), untere Winkel (2 Punkte), obere Winkel (4 Punkte), Seitenpfosten (10 Punkte), Querpfosten (15 Punkte), der Winkel des Seiten- und Querpfostens (30 Punkte).

Ein Schlag am Seitenpfosten vorbei gibt 3 Minuspunkte, über den Torpfosten 5 Minuspunkte. Nach jeder Runde werden die Plus- und Minuspunkte zusammengezählt, jedoch negative Ergebnisse gibt es nicht. Der Sieger ist derjenige, der als erster bei vollendeter Runde die vereinbarte Punktezahl erreicht. Sollte ein Spieler diese Punktezahl überschreiten, muss er versuchen, durch Minuspunkte eine „Punktlandung“ zu machen.

Tor- und Punktekilli

Grosskilli

Bei Grosskilli wird das gesamte Eishockeyfeld als Spielfeld benutzt. Zum Anfang wird vereinbart, in welcher Reihenfolge und wie oft das Spielfeld umrundet wird. Das Spiel beginnt von einem der B-Punkten und endet immer in dem A-Punkt. Der Spieler versucht das Feld so umzurunden, dass sein Puck über die vereinbarten Punkte läuft. Falls der Puck aus dem Kreis geht oder nicht sofort den Punkt trifft, kommt der nächste Spieler zum Zuge. Der Spieler mit den wenigsten Schlägen gewinnt. Das Ziel von Grosskilli ist also nicht den gegnereischen Puck zu treffen („Killaus“), sondern golfähnliches „Putting“.

Langkilli

Diese Spielvariante ist eine Kombination des Banden- und Grosskilli und wird auf dem gesamten Eishockeyfeld gespielt. Die Spieler wählen den Anfangspunkt, von dem der erste Spieler den Puck in die vereinbarte Richtung schlägt. Der Puck muss dabei kein Ziel treffen. Der nächste Spieler schlägt seinen Puck in die gleiche Richtung und versucht den gegnerischen Puck entweder direkt oder mittels Bande, Tor usw. zu treffen. Beim Treffer erhält der Spieler einen Punkt. Nach jedem Treffer („Killaus“) wählen die Spieler den nächsten Anfangspunkt. Die Punkte werden wie im Bandenkilli gezählt.

Fähigkeiten, die durch Killi gefördert werden

Bandenkillis entwickeln die Passgenauigkeit des Eishockeyspielers. Torkilli zeigt dem Spieler das Verhalten des Pucks beim Treffen an verschiedenen Teilen des Tores bei verschiedenen Geschwindigkeiten. Punktekilli fördert die Treffgenauigkeit des Spielers, Gross- und Langkilli fördern besonders die Passgenauigkeit und Schlagkraftdosierung. 

 

Paluu Killin perustietoutta sivulle

Paluu MM-Killi 1999 sivulle

Nälkälänmäen Urheilusosiologian laitoksen julkaisut